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Dachrinnenschutz im Vergleich: Schaum, Gitter oder Bürste?

Drei Systeme halten Laub aus der Dachrinne – sie tun es aber auf sehr unterschiedliche Weise. Der Unterschied liegt darin, wo das Material landet, das die Rinne nicht erreichen soll.

Gitter und Netze: das Material bleibt oben liegen

Gitter, Lochbleche und Netze werden über die offene Rinne gelegt oder eingeklemmt. Grobes Laub kommt so nicht hinein. Feine Nadeln, Blütenstände und Samen sind allerdings kleiner als die Maschen und gehen hindurch – oder sie bleiben auf der Auflage liegen. Weil das Material dort nicht abfließen kann, bildet sich bei starkem Laubfall eine Schicht auf dem Gitter, die das Wasser über den Rinnenrand leitet statt hinein. Zum Reinigen muss die Auflage abgekehrt oder abgenommen werden.

Bürsten: das Material verfängt sich zwischen den Borsten

Bürsteneinsätze sind zylindrische Bürsten, die in die Rinne gelegt werden. Sie brauchen kein Werkzeug und lassen sich um Bögen führen. Laub und Nadeln bleiben zwischen den Borsten hängen – genau dort, wo sie schwer wieder herauszubekommen sind. Zum Reinigen wird die Bürste herausgezogen und ausgeschüttelt.

Filterschaum: das Wasser fließt hindurch, der Rest trocknet oben

RinnenSchaum ist ein grobporiger, offener Spezialschaum, der den Querschnitt der Rinne ausfüllt. Wasser läuft durch das Material hindurch – laut unseren Messungen die vierfache Menge dessen, was eine typische Dachrinne überhaupt abführen kann. Laub, Nadeln und Samen bleiben oben auf, trocknen dort ab und werden in aller Regel vom Wind heruntergeweht.

Die Unterschiede auf einen Blick

KriteriumGitter / NetzBürsteRinnenSchaum
MontageAuflegen, oft Befestigung nötigEinlegen, werkzeuglosEinlegen, werkzeuglos
Feine Nadeln und Samengehen durch die Maschenverfangen sich in den Borstenbleiben oben auf
Wo landet das Laubauf der Auflagezwischen den Borstenobenauf, trocknet ab
Anpassung an Ecken und TraufblecheZuschnitt mit Werkzeugbiegsammit der Schere zuschneidbar
Wartungabkehren oder abnehmenherausziehen und ausschüttelnjährliche Sichtprüfung

Die Angaben zu Gittern und Bürsten beschreiben die Funktionsweise dieser Systemarten, nicht einzelne Fabrikate.

Was der Schaum nicht leistet

Wartungsfrei ist kein System. Wir empfehlen einmal im Jahr eine Sichtprüfung. Liegt Schmutz obenauf, den der Wind nicht abgetragen hat, nehmen Sie den Schaum heraus, klopfen ihn ab und legen ihn wieder ein – oder Sie gehen mit dem Laubbläser darüber. Ein Gerüst oder eine Fachfirma brauchen Sie dafür nicht.

Bei Frost arbeitet der Schaum weiter: Weil das Fallrohr frei bleibt, steht kein Wasser in der Rinne, das gefrieren könnte. Auf der Dachneigung kommt es nicht an.

Passt das zu Ihrer Dachrinne?

RinnenSchaum ist UV- und fäulnisfest, wird in Deutschland gefertigt und hat zwei Jahre Gewährleistung. Welche Breite Sie brauchen, klärt der Größenberater; wie das Einlegen abläuft, zeigt die Montageanleitung.

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